Kontakt
Aktionsbündnis gegen Frauenhandel
c/o Renovabis
Kardinal-Döpfner-Haus
Domberg 27
85354 Freising
Ansprechpartner/-in:
Burkhard Haneke,
ha@renovabis.de
Daniela Schulz,
ds@renovabis.de
Tel: 08161/5309-0
Fax: 08161/5309-44
Schriftgröße ändern
Artikel + Texte
Die Gemeinsame Erklärung der Präsides und (Erz-) Bischöfe in NRW sowie Text der Fachtagung am 08.03.2006 in Augsburg" Männersache Frauenhandel – Freier, Täter, Jedermänner. hier nachlesen
Filme und Bücher zum Thema
Filmtipp: Kurz davor ist es passiert
Am Mittwoch, den 17.10., startet das Filmfestival Münster 2007 ( im Cineplex Münster am Stadthafen).
Aus dem Programm mit über 100 Filmen ist besonders der Film "Kurz davor ist es passiert" der Österreicherin Anja Salomonowitz hervorzuheben - eine außergewöhnlich gestaltete Dokumentation über das globale Phänomen des Frauenhandels. Der Film läuft am 19.10. um 20.30 Uhr als NRW-Premiere im Cineplex. Mehr Informationen zum Film finden Sie als PDF-Dokument zum herunterladen.
Filmtipp: Trade - Willkommen in Amerika
Am 18. Oktober 2007, zeitgleich zum ersten Europäischen Tag gegen Menschenhandel, startet der Film TRADE – WILLKOMMEN IN AMERIKA in den deutschen Kinos. Informationsbroschüre herunterladen (1,1 MB)
Die Geschichte von TRADE – WILLKOMMEN IN AMERIKA beruht auf wahren Begebenheiten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko: Mädchenhändler entführen die 13-jährige Adriana (Paulina Gaitan) in Mexiko City und verkaufen sie in die USA. Sie wird von einem gut organisierten kriminellen Netzwerk gefangen gehalten. Nur in der polnischen Leidensgenossin Veronica (Alicja Bachleda) findet sie eine Beschützerin. Inzwischen bricht ihr älterer Bruder Jorge (Cesar Ramos) als illegaler Einwanderer in die USA auf, um sie zu retten. Lediglich der desillusionierte texanische Polizist Ray (Kevin Kline) steht ihm bei seiner gefährlichen Mission bei. TRADE ist der erste amerikanische Spielfilm des jungen deutschen Filmregisseurs Marco Kreuzpaintner und wurde von Roland Emmerich produziert. Ein engagierter, spannender Film mit brandaktueller Thematik: Menschenhandel und Zwangsprostitution. Diese moderne Form der Sklaverei ist für das organisierte Verbrechen mittlerweile zu einem höchst profitablen Bereich geworden und hat den Drogenhandel längst überholt. Und das Thema ist so aktuell wie nie: Meldungen über missbrauchte, entführte und zur Prostitution gezwungene Frauen und Kinder schlagen regelmäßig hohe Wellen. Die EU Kommission ruft daher am 18.10 zum ersten Mal zum Europäischen Tag gegen Menschenhandel auf.
Weitere Hintergrundinformationen rund um die Problematik des Menschenhandels sowie zu Spendenmöglichkeiten finden Sie im Internet: www.trade-derfilm.de. Ab dem 16. Oktober ist auf der Website auch eine Liste der Kinos abrufbar, in denen TRADE – WILLKOMMEN IN AMERIKA zu sehen sein wird. Die Stiftung Lesen hat eine umfangreiche Materialsammlung zu diesem Film herausgegeben, die auch das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel als Organisation, die sich gegen Menschenhandel engagiert, aufführt. Das Heft richtet sich vorwiegend an Lehrkräfte, die den Film im Untericht einsetzen wollen.
TRADE – WILLKOMMEN IN AMERIKA wurde im Rahmen des Filmfestes München 2007 mit dem Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet und erhält am 12. Oktober den Cinema For Peace – Special Award im Rahmen der Verleihung des Hessischen Filmpreises.
Filmtipp: Geh mit mir
Geh mit mir – Ein Film von Marion Pfeifer über die sexuelle Ausbeutung von Frauen, D 2006, 30 min.
Inge Bell, Frau Europas 2007, hat sich als Beraterin und Sprecherin für diesen Film zur Verfügung gestellt.
Der Film ist eine Mischung aus dokumentierten Einzelschicksalen und fiktionaler Innenschau in das Leiden einer zwangsprostituierten Frau.
Im ersten Teil des Films werden die perfiden Strukturen des Organisierten Verbrechens aufgezeigt, auf denen Frauenhandel basiert. Es werden in einer auseinanderklaffenden Wort-Bild-Sprache nüchtern und doch berührend vier Einzelschicksale geschildert – sie stammen allesamt aus den Akten von Menschenhandels-Prozessen. Der zweite Teil des Films ist in vielfältiger Weise künstlerisch überformt: hier wird der Leidensweg einer jungen Frau ganz aus ihrer Perspektive heraus dargestellt. Die Regisseurin Marion Pfeifer hat mit dem Film einen neuen Weg der Aufklärung über Menschenhandel beschritten, einen beeindruckenden und bedrückenden.
Marion Pfeifer stellt den Film gern auf DVD für Interessenten (gegen Unkostenbeitrag/Versand) zur Verfügung.
Kontakt: Marion Pfeifer, Schubertstr. 6, 80336 München, Tel: 089-52310052
Internet: www.Matre-Filmproduktion.de
Filmtipp: „Die Balkanroute – Frauenhandel in Südosteuropa“
Schätzungsweise 200.000 bis 300.000 junge Osteuropäerinnen werden Jahr für Jahr Opfer von Menschenhandel. Zielländer sind Italien, Deutschland und Frankreich. Hauptumschlagplatz das ehemalige Jugoslawien. Frauenhandel ist in diesem teil Europas mit seinen durchlässigen Grenzen, der Präsenz vieler Soldaten und militärischer Gruppen, mit seinen schwachen Staaten und der Korruption der Polizei zu einem attraktiven Geschäft geworden. Obwohl die Regierungen in Südosteuropa den Kampf gegen den Menschenhandel zu einer ihrer wichtigsten Aufgaben erklären, greifen die Maßnahmen dagegen bisher nicht. Während die internationale organisierten Menschhändler praktisch straffrei agieren und Milliarden verdienen, werden die Opfer wie Kriminelle und Illegale behandelt. Sie müssen mit Abschiebung in ihre Heimatländer rechnen, wo sie häufig erneut Opfer von Menschenhändlern werden. Preisgekrönte TV-Dokumentation von Ulrike Baur. DVD. 2003. Spielzeit ca.29 Minuten.Zu bestellen über die Renovabis-Homepage oder direkt über die MVG: (0241) 479 86 200,
Best.-Nr.6 206 07-RM7, € 7,50
Buchtipps
Katarzyna Zentner hat eine Doktorarbeit zu extrem traumatisierten Opfern von Frauenhandel veröffentlicht. Der Titel lautet: „Mensch im Dunkel. Eine qualitative Fallstudie zu osteuropäischen Opfern von Frauenhandel: Ein Beitrag zur Psychotraumatologie“, erschienen im Peter Lang Verlag GmbH, ISDN 978-3-631-59554-1 zum Preis von € 56,80.
Frauenhandel. Diskurse und Praktiken
Frauenhandel wurde in der vergangenen Dekade zu einer der lukrativsten Unternehmungen krimineller Netzwerke. Frauen aus armen Regionen werden in Arbeitsverhältnisse in den Metropolen verkauft – zum größten Teil in die Prostitution. Die sklavenartigen Beziehungen sind in der Regel von körperlicher und psychischer Misshandlung gekennzeichnet. Die Beiträge des Bandes analysieren das Thema Frauenhandel in Mittel- und Südosteuropa – seit dem Zusammenbruch des Realsozialismus eine Herkunfts-, Ziel- und Transitregion für gehandelte Frauen. Sie fragen nach der Entstehung von Frauenhandelsmärkten, den Motiven von Freiern, dem Opferschutz, der Zusammenarbeit von staatlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen NGOs in Bezug auf Prävention und Bekämpfung des Frauenhandels.
Mit einem Vorwort von Rita Süssmuth.
Jürgen Nautz, Birgit Sauer: Frauenhandel. Diskurse und Praktiken.
Transkulturelle Perspektiven, Band 6
1. Auflage 2008
187 Seiten, kartoniert
28,90 € [D]
ISBN 978-3-89971-317-6
V&R unipress / Buch auf der Webseite des Verlags
Ware Frau
Bestellt. Verkauft. Ausgebeutet.
Joy, 19, vermietet ihren Körper für zehn Euro pro Kunde in Wien: Sie muss 45.000 Euro an die Frauenhandels-Mafia abzahlen. Grace, 23, hat die Prostitution verweigert, nun wurde ihr Bruder zu Hause niedergeschossen. Florence, 23, hat in einem monatelangen Marsch zu Fuß die Wüste durchquert – und endet am Rand einer Ausfallstraße. Drei von 40.000 Frauen aus Nigeria, die in Europa als Zwangs-Prostituierte auf der Straße stehen: bestellt, verkauft, ausgeliefert.
Mary Kreutzer und Corinna Milborn liefern nicht nur einen fundierten Bericht über Frauenhandel – sie sind auch Dutzenden solcher Schicksale nachgegangen. Gemeinsam mit Joana Adesuwa Reiterer aus Nigeria, die Betroffene berät, berichten sie aus dem Alltag afrikanischer Zwangs-Prostituierter in Frankfurt, Wien, Zürich, Turin. Ihre Recherchen führten sie bis nach Lagos und in nigerianische Dörfer, wo junge Frauen mit falschen Versprechungen nach Europa gelockt werden und ganze Familien von ihren Geldsendungen abhängen. In riskanten Undercover-Recherchen und Gesprächen mit Menschenhändlern decken sie die Methoden der Frauenhändler auf, gehen der Rolle von Polizei und Behörden nach und sprechen mit den Freiern in Europa.
Ein packender und einfühlsamer Bericht über Ausbeutung, Rassismus und die Hintergründe des größten kriminellen Wirtschaftszweiges der Welt.
Mary Kreutzer ist Politikwissenschafterin und Journalistin mit den Schwerpunkten Frauenrechte, Entwicklungspolitik und Flucht. Sie ist Trägerin des Eduard-Ploier-Radio-Preises der Österreichischen Volksbildung und Obfrau der "Liga für emanzipatorische Entwicklungszusammenarbeit" (LEEZA), die im Irak und in der Türkei Frauenprojekte durchführt, sowie Redakteurin der Menschenrechtszeitschrift "liga".
Corinna Milborn ist Politikwissenschafterin, Autorin und Journalistin in Wien. Als Co-Autorin von Waris Dirie („Schmerzenskinder“), Diskussionsleiterin des Club 2, Redakteurin bei „Format“ und Chefredakteurin der Menschenrechtszeitschrift "liga" setzt sie sich seit Jahren mit den Themen Globalisierung, Menschenrechte und Migration auseinander. Ihr Buch „Gestürmte Festung Europa“ erhielt 2006 einen "Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch“.
Mary Kreutzer, Corinna Milborn: Ware Frau.
Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa.
234 Seiten.
19,95 € [D].
ISBN 978-3-902404-57-2
Ecowin Verlag 2008.
Mythos Europa - Prostitution, Migration , Frauenhandel
So lautet das Thema des aktuellen Heftes "osteuropa", das von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. herausgegeben wird. Auf 336 Seiten wird das Thema in Länderstudien, Stadtportraits, Frauengeschichten sowie politischen oder historischen Hintergrundinformationen umfassend beleuchtet - eine Pflichtlektüre, die den Rang eines Standardwerkes einnehmen wird für all diejenigen, die sich mit dem Thema Frauenhandel in Osteuropa auseinandersetzen.
Inhaltsverzeichnis und Zusammenfassungen | Homepage der Zeitschrift osteuropa
Verkauft, versklavt, zum Sex gezungen

Der Titel des Buches bringt es auf den Punkt: Menschenhandel passiert, täglich, auch in Deutschland. Gerade zur Fußballweltmeisterschaft werden wieder Frauen ins Land geschleust. Die Autorinnen Lea Ackermann und Barbara Koelges von Solwodi sowie die Journalistin Inge Bell, die sich auch im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel engagieren, legen hier eine schonungslose Reportage zu diesem Thema vor.
ISBN: 3466306914
Erscheinungsdatum: Juli 2005
Broschiert, 176 Seiten, Verlag Kösel
Kinder auf dem Strich

Cathrin Schauer hat als Sozialarbeiterin die sexuelle Ausbeutung von Kindern in der deutsch-tschechischen Grenzregion hautnah erlebt. Unzählige Male musste sie zusehen, wie Kinder auf der Straße ihren Körper anboten, wie Kinder den Sextouristen ins Auto gereicht wurden. Gleichzeitig wurde sie immer wieder mit dem Nichtwahrhabenwollen, mit dem Wegsehen von Behörden und Bevölkerung konfrontiert. Auf der Grundlage von Interviews und jahrelangen Beobachtungen hat sie das Ausmaß und das Geschäft sowie die Lebensumstände der Opfer in der Region aufgezeichnet. Anschaulich stellt sie die Folgen der sexuellen Ausbeutung für die Kinder dar. Das gemeinsam mit UNICEF und ECPAT herausgegebene Buch bietet neue Handlungsansätze für Gesellschaft, Sozialarbeit und politische Entscheidungsträger, um die Politik des Wegsehens zu beenden.
ISBN: 3-89502-174-1
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2003
Horlemann Verlag, Bad Honne
Preis: [D] 9,90 Euro
Broschiert, 135 Seiten
Grenzüberschreitendes Verbrechen - Grenzüberschreitende Zusammenarbeit - Schutz und Betreuung für Gewalt- und Menschenhandelsopfer - Ein Handbuch für die Praxis

Für MitarbeiterInnen von Polizei, Justiz, Fachberatungsstellen und Frauenhäusern bietet das Buch zahlreiche Informationen für ihre Arbeit, so z.B.:
- einen Überblick über die Strukturen und Systeme der verschiedenen Formen von Gewalt,
- einen Überblick über die rechtliche Lage bezüglich des Straftatbestands Menschenhandel für Deutschland, Frankreich und Luxemburg,
- praktische Hinweise zur Arbeit mit Opfern von Gewalt und Menschenhandel, z.B. bezüglich Schutz von Opferzeuginnen, interdisziplinärer Kooperation, Vernehmungssituationen und Betreuung von Gewalt- und Menschenhandelsopfern,
- einen Ausblick auf die Möglichkeiten transnationaler Kooperation.
Das Buch ist zur Einarbeitung in diesen schwierigen Themenbereich, aber v.a. auch als Handbuch für die praktische tägliche Arbeit geeignet.
ISBN 3-8330-0336-7
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2003
BoD GmbH, Norderstedt
Preis: [D] 15,00 Euro
Das Buch können Sie bei SOLWODI zum angegebenen Preis zzgl. Versandkosten bestellen.
SOLWODI Deutschland e.V.
Propsteistraße 2
D-56154 Boppard - Hirzenach
Tel.: (0 67 41) 22 32
Fax: (0 67 41) 23 10
E-Mail: info@solwodi.de
www: www.solwodi.de
Probleme der Strafverfolgung und des Zeuginnenschutzes in Menschenhandelsprozessen - eine Analyse von Gerichtsakten

von Barbara Koelges, Birgit Thoma, Gabriele Welter-Kaschub.
Nach Angaben der Europäischen Union werden jährlich ca. eine halbe Million Frauen in Westeuropa in die Prostitution gezwungen. Die Zahl der Opfer ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dieser Entwicklung hinkt die Strafverfolgung der Täter deutlich hinterher. So erweist sich Frauenhandel als lukratives Geschäft mit geringem Risiko. Die vorliegende Studie untersucht die Probleme in Ermittlungsverfahren, Strafprozessen und bei der Kooperation der involvierten Behörden und Fachberatungsstellen. Aufgrund der Erfahrungen von SOLWODI im Opferzeuginnenschutz und in der Analyse der Gerichtsakten werden Anregungen für einen verbesserten Opferzeuginnenschutz und eine effektivere Strafverfolgung im Bereich Menschenhandel gegeben.
ISBN 3-83114-190-8
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2002
BoD GmbH, Norderstedt
Preis: [D] 12,00 Euro
Das Buch können Sie bei SOLWODI zum angegebenen Preis zzgl. Versandkosten bestellen.
SOLWODI Deutschland e.V.
Propsteistraße 2
D-56154 Boppard - Hirzenach
Tel.: (0 67 41) 22 32
Fax: (0 67 41) 23 10
E-Mail: info@solwodi.de
www: www.solwodi.de
