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Kontakt

Aktionsbündnis gegen Frauenhandel
c/o Renovabis
Kardinal-Döpfner-Haus
Domberg 27
85354 Freising

Ansprechpartner/-in:
Burkhard Haneke,
ha @renovabis.de
Daniela Schulz
ds @renovabis.de
Tel: 08161/5309-0
Fax: 08161/5309-44

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Filmtipp

Geh mit mir – Film von Marion Pfeifer über die sexuelle Ausbeutung von Frauen, D 2006, 30 min.

Inge Bell, Frau Europas 2007, hat sich als Beraterin und Sprecherin für diesen Film zur Verfügung gestellt. Der Film ist eine Mischung aus dokumentierten Einzelschicksalen und fiktionaler Innenschau in das Leiden einer zwangsprostituierten Frau. Mehr über diesen Film und Informationen zu weiteren Filme zum Thema Zwangsprostitution und Menschenhandel lesen Sie auf unserer Seite Buch- und Filmtipps.

Buchtipp

Buch: Verkauft, versklavt, zum Sex gezungen
Der Titel des Buches bringt es auf den Punkt: Menschenhandel passiert, täglich, auch in Deutschland. Gerade zur Fußballweltmeisterschaft werden wieder Frauen ins Land geschleust. Die Autorinnen Lea Ackermann und Barbara Koelges von Solwodi sowie die Journalistin Inge Bell, die sich auch im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel engagieren, legen hier eine schonungslose Reportage zu diesem Thema vor.

 

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Archiv zurückliegender Veranstaltungen und Pressemitteilungen

 

Tatmotiv Ehre - Ausstellung in Neuperlach vom 19.- 30.Oktober 2009

Vom 19.10.- 30.10.2009 veranstaltet TERRE DES FEMMES München in Neuperlach/Süd im Heinrich-Heine-Gymnasium, Max-Reinhardt-Weg 27 die für alle Interessierten offene Ausstellung  „Tatmotiv Ehre“. Die Öffnungszeiten sind Mo- Fr, 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr bei freiem Eintritt. Mitveranstalter sind das Pädagogische Institut und die Gleichstellungsstelle der Stadt München, Finanzielle Unterstützung gab der Bezirksausschuß 16.
Die Ausstellung informiert über das in Deutschland noch weithin unbekannte Phänomen der Verbrechen im Namen der Ehre, über die Hintergründe dieser nicht nur an Frauen und Mädchen verübten Akte der Einschüchterung bis hin zu massiver Gewalt. Die Begriffe der Ehre und Schande dienen in vielen Ländern als Rechtfertigung für Menschenrechtsverletzungen. Vor allem weibliche Familienmitglieder werden im Namen der Ehre zur Heirat gezwungen, verstoßen und ermordet. Die Ausstellung will aber auch eine hoffnungsvolle Dokumentation des Engagements in Ländern wie der Türkei oder Pakistan, aber auch in Deutschland sein und stellt  jene Menschen vor, die sich mutig und engagiert gegen diese Gewalt einsetzen.

Benefizkonzert zugunsten von SOLWODI

(SOLidarity with WOmen in DIstress / Solidarität mit Frauen in Not)

Wann: Sonntag, 21. Juni 2009, um 16.30 Uhr
Wo: in der Maximilianskapelle im Schloss Schleißheim, Max-Emanuel-Platz 1, Oberschleißheim
Was: Romantische Lieder für Klavier, Sopran und Horn
mit Mechthild Maria Kiendl (Sopran) und Petra Löhlein (Klavier)

Eintritt frei, um Spenden für SOLWODI wird gebeten.
Rückfragen an: SOLWODI München (www.solwodi.de)
089/27370600 oder leonhardt@solwodi.de

Themenabend Menschenhandel:
Die Frau als Ware und Konsumgut in der Europäischen Union

Wann und wo: 3. Mai 2009, 17.30 Uhr
Werkstattkino, Frauenhoferstraße 9 (RGB)
80469 München, Fon 089/2607250
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"Sex sells...?! Menschenhandel und die Medien"

Fachtagung des Aktionsbündnis gegen Frauenhandel in Kooperation mit Renovabis und der Hanns-Seidel-Stiftung am 05.03.2009 in München

Frauenhandel in Europa - in München
Was können wir tun?

Podiumsgespräch zum Internationalen Aktionstag "Nein" zu Gewalt an Frauen
Dienstag, den 25. November 2008, 18 Uhr im Münchner Rathaus
Es lädt ein: die Münchner Gruppe von TERRE DES FEMMES, Menschenrechte für die Frau e.V. und die Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München. Es sprechen:

  • Dr. Irina Gruschewaja, Menschenrechtsaktivistin aus Minsk, Weißrussland
  • Uwe Dornhöfer, Stellvertr. Leiter des Münchner Polizeikommisariats 35 (Menschenhandel, Prostitution und Zuhälterei)
  • Monika Cissek-Evans, Leiterin der Fachberatungsstelle JADWIGA für Opfer von Frauenhandel in München

Einladung als PDF herunterladen

Arbeit- Migration - Rechte
Strategien gegen Frauenhandel

Internationales Symposium zur Weiterentwicklung von Kompetenzen und Handlungsmodellen
22. und 23. Oktober 2008, Palais Eschenbach, Eschenbachgasse 11, 1010 Wien
www.lefoe.at

Guardini Preis 2008 an Sr. Lea Ackermann

"Die Katholische Akademie Bayern hat am 7. Oktober den Romano Guardini Preis 2008 an Schwester Dr. Lea Ackermann verliehen. „Wir würdigen damit das Lebenswerk einer national wie international hoch angesehenen Frau, die sich aus christlicher Verantwortung für Frauen einsetzt, die Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Sextourismus geworden sind“, begründet Akademiedirektor Dr. Florian Schuller die Preisverleihung. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert." (Quelle: http://www.kath-akademie-bayern.de).

Zum Sex gezwungen - Handelsware Frauen aus Osteuropa

Podiumsgespräch im Rahmen des Eichstätter Diözesantages am 11. Oktober 2008.
Teilnehmer: Prof. Dr. Ursula Männle MdL (angefragt), Burkhard Haneke, Geschäftsführer von Renovabis.
Veranstalter: Sachausschuß "Christliche Ostarbeit"
Beginn: 14.00 Uhr
Anmeldung: bis zum 6. Oktober unter dioezesanrat@bistum-eichstaett.de, Tel.: 08412-50615 oder auf http://www.bistum-eichstaett.de/dioezesanrat/dioezesantag/anmeldung/
Ort: bei Anmeldung erfragen.

Veranstaltungshinweis: Benefizkonzert für SOLWODI

Zu einem Benefizkonzert zugunsten von SOLWODI lädt SOLWODI München
am Sonntag, 15. Juni 2008 um 16.30 Uhr
in der Maximilianskapelle im Schloss Schleißheim

ein (Max-Emanuel-Platz 1, Oberschleißheim).

Mechthild Maria Kiendl (Sopran), Franziska Nabb (Querflöte), Ursula Karl (Gitarre) und Fatima Vaillancourt (Cello) musizieren englische und französische Liebeslieder aus dem 18. Jahrhundert sowie Werke von Dowland, Bach, Schubert, Saint-Saëns u.a. - Eintritt frei, um Spenden für SOLWODI wird gebeten.
Plakat herunterladen (PDF, 18kb)

 

7. März 2008: Pressemitteilung von Renovabis zur Fachtagung des Aktionsbündnis gegen Frauenhandel in Würzburg:

Zum Sex gezwungen – und dann?
Fachtagung greift Schicksal der Opfer von Frauenhandel auf

WÜRZBURG. Ein stimmiges Konzept für die Opfer von Frauenhandel im deutschen Strafrecht vermisst der Jurist Michael Kilchling. Zwar habe es in der Strafprozessordnung manche Fortschritte gegeben, sagte Kilchling. Er verwies auf das Zeugenschutz-Gesetz von 1998 sowie das Opferrechtsreform-Gesetz aus dem Jahr 2004. Auch gebe es so etwas wie einen „privilegierten Opferanwalt“ und den Anspruch der Opfer auf Begleitung durch eine Vertrauensperson. Aber der „dogmatische Überbau“ des Strafrechts bedürfe dringend einer Revision, betonte der promovierte Jurist vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg. „Hier finden sich Relikte, die einem effektiven Opferschutz widersprechen“, so Kilchling. Problematisch sei außerdem, dass die Strafverfolgung teils massiv die Opfer selbst berühre, die als Zeugen aussagen. „Auch bei der Wiedergutmachung liegt Manches im Argen.“

Kilchling gehörte zu den circa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Veranstaltung am 6. März im Würzburger Kolping-Center Mainfranken. Die Tagung stand unter dem Thema „Zum Sex gezwungen – und dann…?! Wer hilft den Opfern von Frauenhandel?“ Kooperationspartner der Veranstaltung im Vorfeld des Weltfrauentags (8. März) waren das bayernweite „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“, die Hanns-Seidel-Stiftung, das Kolpingwerk und die Solidaritätsaktion Renovabis. Die Veranstaltung fand zum fünften Mal statt.

Laura aus Rumänien berichtet über ihren Leidensweg

Großen Eindruck auf die Tagungsteilnehmer machte die „Geschichte von Laura“. Die gebürtige Rumänin war Opfer von Frauenhändlern und schilderte die Stationen ihres Leidenswegs zwischen der Phase ihrer Zwangsprostitution und vielen Jahren eines durchlittenen Traumas. Sie hatte Glück – nicht nur, weil es ihr gelang, dem Teufelskreis von Frauenhandel und Zwangsprostitution zu entkommen. Laura wurde posttraumatisch behandelt. Einer ihrer Therapeuten, Bjoern Nolting von der LWL-Universitätsklinik in Dortmund, beschrieb die traumatischen Folgen der physischen und psychischen Grausamkeiten für die Opfer von Frauenhandel. Solche Erlebnisse führten häufig zu einer dauerhaften Erschütterung des Selbstverständnisses und zu einem Gefühl des vollständigen Kontrollverlusts, so Nolting. Bei Laura könne man aber von einem „Idealfall“ der Traumatherapie sprechen: Die Patientin habe ihre traumatischen Erinnerungen durch eine Behandlung erfolgreich überwunden.
Vertreterinnen von Opferschutz- und Beratungsorganisationen (SOLWODI, JADWIGA) wiesen darauf hin, dass keineswegs alle Opfer von Frauenhandel eine Chance wie Laura erhielten. Die optimale Betreuung und Behandlung der Opfer scheitere oft an finanziellen Problemen. Einig waren sie sich mit den anwesenden Juristen darin, dass eine intensive persönliche Begleitung der Opfer durch geschulte Betreuer gerade im Prozess der Strafverfolgung besonders wichtig sei.
Auf die „großen „Defizite“ an Wissen und Sensibilität in der Gesellschaft beim Thema Frauenhandel wies der Polizeipsychologe Professor Adolf Gallwitz von der Polizeihochschule Villingen-Schwennigen hin. Das Phänomen der Zwangsprostitution sei viel zu wenig bekannt oder werde nicht genügend ernst genommen. Gallwitz forderte „mehr Fachlichkeit und Menschlichkeit“ im polizeilichen Umgang mit den Opfern. Allerdings habe die psychologische Ausbildung der Polizisten hier in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Dennoch bräuchte es noch viel mehr Polizisten, Staatsanwälte und Richter, welche die Zeuginnen in den Prozessen „als Mensch und Opfer“ und nicht als Instrument der Beweisführung ansähen.


zu den Bildern:

Foto 1 (v.l.n.r.): Laura, die Journalistin Inge Bell, der Therapeut Dr. Bjoern Nolting von der LWL-Klinik Dortmund ---> herunterladen

Fachtagung gegen Frauenhandel Würzburg 2008

Foto 2: Laura ---> herunterladen

Fachtagung gegen Frauenhandel Würzburg 2008

"Mir kann niemand helfen. Damit muss ich allein fertigwerden." So denken viele Trauma-Opfer und das war auch Lauras Meinung, wenn es um ihre traumatischen Erlebnisse in der Vergangenheit ging.
Laura aus Rumänien arbeitete Ende der 90-er Jahre als Zwangsprostituierte in einem Bordell in Mazedonien, das KFOR-Soldaten besuchten. Die Soldaten, so Laura, waren zwar freundlich. Hilfe aber bekam die Frau, die in dem Bordell gefangen gehalten wurde, von ihnen nicht.
Laura konnte schließlich entkommen und ist mittlerweile seit sieben Jahren in Deutschland glücklich verheirat. Die traumatischen Erlebnisse in der Zwangsprostitution machten ihr allerdings auch nach vielen Jahren ein normales Leben unmöglich. Fortdauernde schwere physische und psychische Beeinträchtigungen waren Grund genug für Laura, im vergangenen Jahr doch noch eine Traumatherapie zu beginnen - eine Entscheidung, die ihr Leben verändert hat. Die junge Frau wirkt heiter und gelöst, und sie hat es geschafft, mit ihrer Vergangenheit umzugehen. Nun möchte sie über ihr Schicksal und ihre erfolgreiche Therapie sprechen, um auch andere Frauen zu ermutigen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Laura berichtete auf der Fachtagung "Zum Sex gezwungen und dann...? Wer hilft den Opfern von Frauenhandel?" am 6. März im Kolping-Center Mainfranken in Würzburg (siehe angefügte Pressemitteilung). Unser Bild zeigt sie im Gespräch mit ihrem Therapeuten Dr. Björn Nolting von der LWL-Klinik Dortmund sowie mit der Journalistin Inge Bell. Ihrer Schilderung zollte das Publikum viel Respekt und Beifall.

Quelle: Renovabis

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Fachtagung am 6. März in Würzburg

"Zum Sex gezwungen - und dann...?" Wer hilft den Opfern von Frauenhandel?

Fachtagung gegen Frauenhandel Am 6. März 2008 findet im Kolping-Center Mainfranken in Würzburg findet die jährliche Fachtagung des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel statt. Diesmal liegt das Augenmerk auf dem Schicksal der Frauen - was passiert "danach"? Wer hilft den Opfern von Frauenhandel? Diesem Thema widmen wir uns und sind überzeugt, dass wir in diesem Jahr herausragende Referenten und Referentinnen gewinnen konnten und das Programm sich sehen lassen kann. Darum bitten wir Sie, kräftig die Werbetrommel zu rühren und dafür zu sorgen, dass das Thema Frauenhandel nicht als "Modethema" wahrgenommen wird. Das Programm und die Anfahrtsskizze können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen: Programm | Anfahrtsskizze

Wir gratulieren...

Inge BellInge Bell, unserer geschätzten Mitstreiterin im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel zur Auszeichnung mit dem Preis "Frauen Europas - Deutschland 2007", den ihr das "Netzwerk Europäische Bewegung" am 30. Oktober 2007 in Berlin verliehen hat.
Lesen Sie dazu die von Renovabis, ebenfalls Mitglied im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel, verfasste Pressemitteilung vom 31. Oktober 2007.

Journalistin, Autorin, Aktivistin
Renovabis beglückwünscht Inge Bell zur Auszeichnung "Frauen Europas - Deutschland 2007"

FREISING. Zur Auszeichnung "Frauen Europas - Deutschland 2007" durch das Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland (EBD) hat die Solidaritätsaktion Renovabis der Journalistin Inge Bell gratuliert. Mit diesem Preis werde eine Frau gewürdigt, die sich gleichermaßen durch journalistische Hartnäckigkeit und soziales Engagement auszeichne, sagte Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke am Mittwoch (31. Oktober) in Freising. "Inge Bell ermutigt viele Menschen in Südosteuropa, speziell in Bulgarien und Rumänien, indem sie nicht nur über ihr Schicksal schreibt, sondern ihnen hilft", so Haneke. Als Beispiel nannte er ihren Einsatz für behinderte Menschen und für Waisenkinder. Dabei wird sie auch von Renovabis finanziell unterstützt.

Bell stammt aus einer siebenbürgisch-sächsischen Familie und lebt seit 1971 in Deutschland. Einen Namen machte sich die freie Hörfunk- und Fernsehjournalistin durch ihren Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution sowie durch ihren Einsatz für wehrlose Frauen und Mädchen auf dem Balkan. Bell ist Mitglied im bayernweiten Aktionsbündnis gegen Frauenhandel, das Renovabis mitbegründet hat. -

Bell war am Dienstag (30. Oktober) in der Vertretung des Freistaats Bayern in Berlin mit dem Preis "Frauen Europas - Deutschland 2007" ausgezeichnet worden. Das Netzwerk EBD würdigt damit nach eigener Aussage ehrenamtlich engagierte Frauen, die "mit besonderen europäischen Projekten Grenzen überwinden, Menschen verbinden und die Einigung Europas voranbringen". Der Preis wird seit 1991 vergeben.

Veranstaltungshinweis

"Bekämpfung häuslicher Gewalt – ein Beitrag zur Demokratisierung der Gesellschaft"
Fachtag, 18. Januar 2008 in Nürnberg.

Fünf Jahre nach Einführung des Gewaltschutzgesetzes in Deutschland hat der Europarat eine Kampagne gegen häusliche Gewalt gestartet. Sie zielt darauf ab, die Bevölkerung für das Ausmaß dieser Menschenrechtsverletzung zu sensibilisieren, sowie Gesetze und Maßnahmen zu fördern, um die Gewalt gegen Frauen zu stoppen. Der Fachausschuss Frauenpolitik der LAGFW nimmt die Europäische Kampagne zum Anlass, diesen Fachtag zu initiieren, zu dem Vertreterinnen und Vertreter aller Berufsgruppen im Kontext der Bekämpfung häuslicher Gewalt eingeladen sind.
Der Fachtag soll häusliche Gewalt in einen gesellschaftlichen Kontext stellen, Strukturen des Schutz- und Hilfesystems beleuchten und den verfassungsrechtlichen Auftrag, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, verdeutlichen.
mehr Informationen als PDF zum Herunterladen: Programm, Anfahrtsskizze

Do 25.10.2007, Zwangsprostitution in Europa - Die Frau als Ware und Konsumgut

Zehntausende Frauen kommen jährlich als Opfer von Menschenhandel nach Westeuropa. Die Veranstaltung beleuchtet Ausmaß, Umstände und Mechanismen dieses Verbrechens. Das Programm umfasst Filmbeiträge von Inge Bell (Frau Europas 2007) und Marion Pfeifer (beide anwesend), Lesungen aus Erfahrungsberichten von Menschenhandelsopfern und einen Vortrag von Katja Leonhardt (SOLWODI München) über die Möglichkeiten der Hilfe für die Opfer. Referentinnen: Katja Leonhardt, Inge Bell, Marion Pfeifer
Eintritt frei, Spenden sind erwünscht!

Benefizkonzert 29. Juli 1007, Schloss Schleißheim

Am Sonntag, den 29.07.07, um 16.00 Uhr findet in der Maximilianskapelle im Schloss Schleißheim
(Max-Emanuel-Platz 1, 85764 Oberschleißheim) ein Benefizkonzert zugunsten von SOLWODI statt.
Mechthild Kiendl (Sopran), Peter Fracer (Tenor) und Michael Pfeiffer (Orgel) bieten geistliche Arien und Duette von Bach, Händel und Franck dar. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Bei Rückfragen wenden Sie sich an SOLWODI München.

18.06. - 13.07.2007
Ausstellung: Ohne Glanz und Glamour.
Prostitution und Frauenhandel im Zeitalter der Globalisierung.

Die Ausstellung von Terre des Femmes informiert über Formen und Ausmaß der Prostitution und über politische und gesellschaftliche Perspektiven der Beendigung. Veranstalter und Ort der Ausstellung: Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V., Am Ölberg 2, 93047 Regensburg
Veranstaltungsflyer mit Terminen im Rahmen der Ausstellung als PDF herunterladen (1,3 MB)

8.5.2007
Einladung: Filmabend zum Thema Zwangsprostitution

Was: Im Rahmen des 22. Internationalen Dokumentarfilmfestivals München findet im Maxim-Kino in München ein Filmabend zum Thema Zwangsprostitution statt. Gezeigt wird Marion Pfeifers Kurz-Film "Geh mit mir", eine künstlerische Mischung aus dokumentierten Einzelschickslagen und fiktionaler Innenschau in das Leiden einer zwangsprostituierten jungen Frau. Marion Pfeifer ist Schauspielerin und Regisseurin und engagiert sich ehrenamtlich zum Thema Frauenhandel. Umrahmt wird dieser Film von drei Reportagen & Compilationen zum Thema Zwangsprostitution von Inge Bell. Anschließend findet eine Diskussion statt.
Wann: am Dienstag, 8.5. um 21.30 Uhr und Donnerstag, 10.5. um 17.30 Uhr
Wo: Im Maxim-Kino, Landshuter Allee 33 (U-Bahn Rotkreuzplatz)

26.4.2007
Zuwachs für "Aktionsbündnis gegen Frauenhandel"

Evangelische Frauenarbeit in Bayern wird neues Mitglied

MÜNCHEN/FREISING. Das "Aktionsbündnis gegen Frauenhandel" hat bei seiner turnusmäßigen Frühjahrsvollversammlung am Donnerstag in München (26. April) mit der "Evangelischen Frauenarbeit in Bayern" (EFB) eine weitere Mitgliedsorganisation aufgenommen. Das teilte im Namen des Aktionsbündnisses Renovabis-Pressesprecher Burkhard Haneke in München mit. Haneke ist auch Ansprechpartner des Netzwerks.

Das Aktionsbündnis, dem überwiegend kirchliche Gruppen, Verbände und Beratungsstellen aus ganz Bayern angehören, unterstreiche mit dieser Neuaufnahme einmal mehr seinen ökumenischen Charakter, so Haneke. Das Bündnis versteht sich als Netzwerk, das in einer breiten Öffentlichkeit mehr Bewusstsein für die Problematik von Zwangsprostitution und Frauenhandel schaffen will. Durch gemeinsame Aktionen, Veranstaltungen, Kampagnen und Lobby-Arbeit soll laut Haneke über das grenzüberschreitende, "skrupellose" Geschäft der Menschenhändler aufgeklärt werden. Hunderttausende Mädchen und junge Frauen würden jährlich zu Opfern von Zuhältern und Schlepperbanden, die eine gigantische Sexindustrie mit der "Ware Frau" belieferten.

Schwerpunktthema der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung war der Zusammenhang von "Menschenhandel und Arbeitsausbeutung". Dabei informierte die Münchner Rechtsanwältin Marianne Kunisch über gesetzliche Änderungen zur Bekämpfung des Menschenhandels, so auch über die Neueinführung der Strafbarkeit von Arbeitssklaverei.

Nach der Neuaufnahme der EFB zählt das bayerische "Aktionsbündnis gegen Frauenhandel" nunmehr 22 Mitgliedsorganisationen.

12.3.2007
Schlußwort der Fachtagung

Fachtagung gegen Frauenhandel

Infos zur Fachtagung
Flyer zur Veranstaltung herunterladen (PDF, ca. 230kb)

Die Erkenntnisse aus dieser Fachtagung hat Dorothea Eichhorn vom Diakonischen Werk in ihrem Schlußwort zusammengefaßt - lesenswert, auch wenn sie nicht teilnehmen konnten:

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
schön, wenn man ein Schlusswort nicht in den leeren Saal hinein sprechen muss... Aber nicht nur deshalb möchte ich Ihnen dafür danken, dass Sie so lange aus- und durchgehalten haben bei einem Thema, das wahrlich keine leichte Kost ist. Dies zeigt zum einen dass das Thema bedauerlicherweise dran ist und zum anderen, dass es Menschen gibt, die sich dafür interessieren, Verbündete und Mitstreiter/innen.
Nach der Fülle von Informationen, Ansichten, Diskussionsstoff und Einschätzungen dieses Tages habe ich einerseits das Gefühl, mir hat es die Sprache verschlagen, andererseits weiß ich nicht, wo ich anfangen soll. Es gäbe viel zu sagen.
Deshalb will ich mich darauf beschränken, das Thema der heutigen Tagung noch ein mal aufzugreifen. Es ging um Grenzen, Grenzen, die wir ziehen müssen, Grenzen die es zu überwinden gilt und Grenzen, an die wir stoßen.Im Engagement gegen den Frauenhandel geht es immer wieder um Grenzen. Wenn ich an den Opferschutz denke, geht es um Grenzen, die wir ziehen müssen: die Grenze zwischen legaler Prostitution und Menschenhandel, die Grenze zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung, zwischen Freiwilligkeit und Zwang, die Grenze zwischen Achtung und Missachtung der Menschenwürde und die Grenze zur Menschenrechtsverletzung.
Im Kampf gegen den Frauenhandel geht es darum, Grenzen zu überwinden: Grenzen der eigenen Wahrnehmung, die blinden Flecken erkennen und beseitigen, Äußerungen wie „Bei uns gibt es keinen Frauenhandel.“ oder „Wir haben keine Fälle.“ kritisch hinterfragen. Die Grenzen von Institutionen und Zuständigkeitsbereichen müssen überwunden werden um die notwendige Vernetzung zu ermöglichen. Die Grenzen bisher üblicher Vorgehensweisen („Das haben wir schon immer so gemacht.“ - „Das war noch nie üblich.“) müssen überwunden werden, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Ländergrenzen gilt es zu überwinden in gemeinsamer Verantwortung.
Wir haben gehört, dass es immer wieder darum geht, Neuland zu betreten im Kampf gegen den Frauenhandel.
Und schließlich geht es darum, über die Grenzen unterschiedlicher ethisch-moralischer Vorstellungen und Werthaltungen hinweg in den Austausch zu kommen, um die gesamteuropäischen Herausforderung, wie wir’s im Titel der Tagung genannt haben anzunehmen und sich über alle o. g. Grenzen hinweg zu vernetzen und zu verbünden.
Auf diesem Weg sind solche Tagungen wichtige Meilensteine, die Signale setzen und sicher stellen, dass das Thema in der Öffentlichkeit bleibt und nicht im Sand verlaufen kann. Die Überlegungen für eine ähnliche Tagung im nächsten Jahr an einem anderen Ort in Bayern sind bereits im Gange.
Wir sind erst am Anfang eines langen Weges, der nicht ohne Hindernisse ist und sein wird, auch das haben wir heute mehrfach gehört. „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer.“ heißt es in einem derzeit sehr bekannten Song. Das gilt für das gemeinsame Engagement gegen den Frauenhandel ganz bestimmt.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle im Namen des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel ganz herzlich unseren Kooperationspartnern danken, der Hanns-Seidel-Stiftung und Renovabis, die diese Tagung ermöglicht haben. Ebenso möchte ich allen Mitwirkenden auf, vor, hinter und neben der Bühne danken, die zum Gelingen der Tagung beigetragen haben.
Zum Schluss will ich uns allen einen Text von Christa Spilling-Nöker mitgeben als Ermutigung für alle Herausforderungen des Lebens. Er trägt den Titel „In Bewegung kommen“ und ich denke, genau darum geht es auch im Kampf gegen den Frauenhandel: nicht in Starre und Lähmung zu verfallen vor den undurchschaubaren Hintergründen und scheinbar unauflösbaren Verstrickungen und begrenzten Handlungsmöglichkeiten, sondern

In Bewegung kommen

Ich will lernen, gegen die Sinnlosigkeit anzuleben.
Der Sprachlosigkeit will ich Worte verleihen
und der Taubheit ein offenes Ohr.
Der Blindheit will ich die Augen öffnen
und zu den Lähmungen sprechen: steht auf!

Dem schnellen Vergessen will
Erinnerungen schenken,
und der Gleichgültigkeit will ich Worte verschaffen,
die etwas gelten in der Welt.
Auf dem Acker der Lieblosigkeit will ich
Rosen pflanzen
und die Ziellosigkeit eines jeden Tages
am Ende des Regenbogens verankern.

Der Beziehungslosigkeit will ich Fäden spinnen
und der Einsamkeit Türen öffnen.
Der Kälte will ich feurige Kohlen geben,
und der Trostlosigkeit will ich ein Lächeln schenken,
verborgen und heimlich vor dieser Welt.
Die Ausweglosigkeit will ich
mit Hoffnungsspuren durchkreuzen,
und die gähnende Leere will ich nach langem Schlaf
zu vollem Leben erwecken.

Christa Spilling-Nöker
(„Der Himmel ist in dir“ – Segensworte, Verlag am Eschbach)

In diesem Sinne wünsche ich uns, dass wir in Bewegung kommen und bleiben und Ihnen für heute einen guten Nachhauseweg.

Dorothea Eichhorn,
Diak. Werk Bayern

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8. März 2007: Spiel ohne Grenzen
Frauenhandel bekämpfen – eine europäische Herausforderung

Fachtagung, Veranstalter: Renovabis, Aktionsbündnis gegen Frauenhandel, Hanns-Seidel-Stiftung und das Kolpingwerk Bayern
Es sprechen u.a.: Bischof Anton Cosa (Moldawien), Dr. Wolfgang Spadinger (Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, Wien), Cathrin Schauer (Geschäftsführerin KARO e.V.), Elisabeth Suttner-Langer (Leiterin des AIDS-Präventionsprojektes JANA der oberpfälzischen Regierung)
Ort: Kolpinghaus St. Erhard, Adolf-Kolping-Straße 1, Regensburg
Uhrzeit: 10.00 bis ca 17.00 Uhr
Anmeldung: bis spätestens 1. März über Fax 089/1258-469 oder E-Mail: Anmeldung-AK@hss.de unter Angabe des Veranstaltungstitels

 

2. Februar 2007
Herzlichen Glückwunsch, Sr. Lea!

Sr. Lea AckermannDas Aktionsbündnis gegen Frauenhandel gratuliert Sr. Dr. Lea Ackermann ganz herzlich zum 70. Geburtstag und wünscht ihr für ihr Engagement für Frauen in Not weiterhin viel Erfolg und Gottes Segen. Solwodi, deren Vorsitzende Sr. Lea ist, gehört zu den Gründungsorganisationen des Aktionsbündnisses.

3. Dezember 2006: Sr. Lea Ackermann erhält den Kettelerpreis

Am 03. Dezember 2006 um 14.00 Uhr erhält Sr. Dr. Lea Ackermann den Kettelerpreis der Stiftung "Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung - ZASS" im Erbacher Hof in Mainz. Sr. Dr. Lea Ackermann ist die erste Preisträgerin, deren Engagement mit dieser Preisvergabe gewürdigt wird. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Sr. Lea Ackermann ist Gründerin und Vorsitzende von SOLWODI und Mitglied im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel.

22. November 2006: Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung für JADWIGA

Preisverleihung an JADWIGAJADWIGA, die Fachberatungsstelle für Opfer von Frauenhandel, und Mitglied im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel, hat den Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung 2006 für herausragende und beispielgebende Leistungen erhalten. Der Preis ist mit 10.000 EUR dotiert und wurde in einer Feierstunde am Mittwoch, den 22. November 2006 um 10.30 im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei verliehen.Das Foto zeigt v.l.n.r.: Eleonore v. Rotenhan, Finanzminister Kurt Faltlhauser und Monika Cissek-Evans.
Der Name JADWIGA (Hedwig) hat mehrere Bedeutungen: Hedwig, 1174 in Andechs/Ammersee geboren, wurde mit 12 Jahren mit Herzog Heinrich dem Bärtigen von Schlesien verheiratet. 1267 wurde sie heilig gesprochen. Hedwig (Jadwiga), geb. 1374 in Ungarn, polnische Königin von 1384-1399, musste gegen ihren Willen mit 12 Jahren Jagiello von Litauen heiraten. Als Frau hat sie die Universität Krakau wieder gegründet. Auch sie wurde, 1997, heilig gesprochen. Schließlich ist Jadwiga in slawischen Märchen eine gute Zauberin, die insbesondere Menschen hilft, die sich verirrt haben, ins Unglück geraten oder in schlechte Hände gefallen sind, freizukommen aus Verstrickungen und Gefangenschaft.

24.-25. November 2006

Dekadekonferenz Christinnenrat (Dekade zur Überwindung von Gewalt 2001-2010),
Workshop: „‚abpfiff!’ – Gewalt überwinden. Frauenhandel und Zwangsprostitution gemeinsam bekämpfen“, Exerzitienhaus Himmelspforten Würzburg, Ansprechpartnerin: Renate Hofmann

04.-05. Dezember 2006

Konferenz von KARO e. V:
„Schutz von Frauen und Kindern vor Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexueller Ausbeutung im Kontext einer Kooperation zwischen Strafverfolgungsbehörden und Nichtregierungsorganisationen“, Cheb / Tschechien; u.a. Vortrag zum Thema und den Erfahrungen von Solwodi e.V., Ansprechpartnerin: Renate Hofmann

Cover Zeitschrift OsteuropaMythos Europa - Prostitution, Migration , Frauenhandel

So lautet das Thema des aktuellen Heftes "osteuropa", das von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. herausgegeben wird. Auf 336 Seiten wird das Thema in Länderstudien, Stadtportraits, Frauengeschichten sowie politischen oder historischen Hintergrundinformationen umfassend beleuchtet - eine Pflichtlektüre, die den Rang eines Standardwerkes einnehmen wird für all diejenigen, die sich mit dem Thema Frauenhandel in Osteuropa auseinandersetzen.
Inhaltsverzeichnis und Zusammenfassungen | Homepage der Zeitschrift Osteuropa

FußballGemeinsame Erklärung der Präsides und (Erz-) Bischöfe in NRW:
„Gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution anlässlich der Fussball-WM 2006“

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ – unter diesem Motto stehen die Tage der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Dieser gastfreundschaftlichen Perspektive steht das Thema „Menschenhandel und Zwangsprostitution“ entgegen, das anlässlich des sportlichen Großereignisses eine deprimierende Realität erhält. Denn rund um die Spielorte wird mit einer erheblichen Zunahme von Menschenhandel und Zwangsprostitution gerechnet. mehr

 

Filmtipp:
„Nataschas für Fans – Frauenhandel in Osteuropa“

In der Sendereihe „Auslandsreporter“ des SWR Fernsehens läuft am Mittwoch, 21.6. um 22.30 Uhr die Reportage „Nataschas für Fans – Frauenhandel in Osteuropa“ von Inge Bell, Mitglied hier im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel.
Es geht um die 20jährige Bulgarin Nadja, die gerade zur WM nach Deutschland angeworben wird – von Menschenhändlern, die nach klassischer „Loverboy“-Manier vorgehen, ihr das Blaue vom Himmel herunterlügen und ihr die Papiere abgenommen haben. Es geht auch um die 16jährige Rumänin Nelly, die mit 15 Opfer von Zwangsprostitution wurde und nun nach Rumänien zurück musste, weil sie hier nicht bleiben darf. Aber dort – in ihrer Heimat – laufen ihre Menschenhändler frei herum. Inge Bell hat Nelly zurück begleitet.Während sie auf dem  Balkan unterwegs war, hat sich ihr Kollege Edgar Verheyen in der deutschen Rotlichtszene umgetan und mit Frauen in Not gesprochen. Und mit Freiern, den Nutznießern des großen Geschäfts mit der Zwangsprostitution. Natürlich kommen auch die Maßnahmen im Kampf gegen Menschenhandel nicht zu kurz  - Polizei, Hilfsorganisationen, Notrufnummern... Eine spannende und ernüchternde Reportage, die wir Ihnen ans Herz legen möchten.

Sendung zu Zwangsprostitution im Kölner "domradio"

Zwangsprostitution und Frauenhandel sind Thema der kommenden Sendung "domradio weltweit - Hilfswerke im Einsatz", die von Renovabis inhaltlich mitgetragen wird.
Interviews u.a. mit Růžena Kavková (Caritas-Direktorin Leitmeritz, Tschechien), Inge Bell (TV-Journalistin), Burkhard Haneke (Renovabis/Aktionsbündnis gegen Frauenhandel in Bayern), Monika Cissek-Evans (JADWIGA - Beratungsstelle für Opfer des Frauenhandels) sowie mit Beiträgen über die Kampagne "Rote Karte zur Zwangsprostitution" und über die Frage, warum Menschenhandel in Osteuropa nicht zwangsläufig als Verbrechen gilt.
Wann: Montag, 19. Juni 2006, 10.00 - 12.00 Uhr
Wo: anhören auf www.domradio.de und in NRW landesweit im Kabel und Digital Radio

Stopp dem Frauenhandel - Brennpunkt Osteuropa

Donnerstag, 1. Juni 2006, 19.30 Uhr
Diskussion mit Schwester Dr. Lea Ackermann (SOLWODI), Ruzena Kavková (Caritas Litomerice) und Inge Bell (TV-Journalistin / Medienpräsentation); Moderation: Barbara Breher (Renovabis)
Ort: Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, Nürnberg

 

Wanderausstellung: "Ohne Glanz und Glamour - Prostitution und Frauenhandel im Zeitalter der Globalisierung"

Vom 18. bis 30. Mai 2006 präsentiert die Fraktion der Grünen im Bayerischen Landtag im Nordfoyer des Bayerischen Landtags die Wanderausstellung von TERRE DES FEMMES "Ohne Glanz und Glamour - Prostitution und Frauenhandel im Zeitalter der Globalisierung". Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am 17. Mai um 19 Uhr in Form einer Vernissage statt. Einladungskarte als PDF herunterladen (ca. 620 kb)

Stopp dem Frauenhandel! Brennpunkt Osteuropa

Diskussion mit

Moderation: Barbara Breher (Renovabis)
Ort: Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, Nürnberg
Datum / Uhrzeit: Donnerstag, 1. Juni, 19.30 Uhr
Eine gemeinsame Veranstaltung aus Anlass der Renovabis-Pfingstaktion 2006 mit dem Caritas-Pirckheimer-Haus, der Katholischen Stadtkirche Nürnberg, dem "Fenster zur Welt", dem BDKJ Bamberg und dem KDFB.

TV-Tipp: Sex Traffic (Teil 1 und 2)

Der Traum vom besseren Leben im Westen wird für die Schwestern Elena und Vara aus Moldawien zum Albtraum: Durch halb Europa verschleppt, geraten sie in die Mühlen des Milliardengeschäfts Zwangsprostitution und kämpfen bald ums nackte Überleben.
Freitag, 31. März 2006, arte, 20.40 Uhr (Teil 1)
Endstation Zwangsprostitution: Nach ihren Irrfahrten durch Serbien, Bosnien und Albanien werden die Schwestern Elena und Vara nach London verkauft. Verzweifelt kämpfen sie um ihr Leben und ihre Freiheit.
Freitag, 31. März 2006, arte, 22.15 Uhr (Teil 2)
Beschreibung des Filmes bei arte

 

Jenseits der Seidenstraße. Frauenhandel in Usbekistan - Vortrag und Ausstellung

Mittwoch, den 19. April um 19.00 Uhr

Die wachsende Armut im repressiv regierten Usbekistan bietet einen fruchtbaren Boden für den Frauenhandel. Die Nicht-Regierungsorganisation „Istiqbolli Avlod“ beschäftigt sich seit Mai 2001 mit der Prävention von Frauenhandel, sowie der Rückführung und Betreuung von betroffenen Frauen. Zwei Mitarbeiterinnen der NRO, die sich im Rahmen des ASA-Programms in Deutschland aufhalten, werden von ihrer Arbeit und der Situation von Frauen in ihrem Land berichten. Der Vortrag wird durch eine thematische Foto-Ausstellung ergänzt.

Wer: Gulrukh Egamova, Fotima Yuldasheva, Monika Kozaczka
Wann: Mittwoch, 19. April, 19.00 Uhr
Wo: EineWeltHaus München e.V., Raum 211/212, Schwanthalerstr. 80 Rgb. 80336 München, 1 Min. von der U-Bahn-Station Theresienwiese U 4/5 Ausgang Schwanthalerstr.)
Eintritt: 2,50 Euro
Info: Monika Kozaczka, mailto:mynia@gmx.de

Internet: www.asa-programm.de, www.einewelthaus.de
Veranstalter: ASA FreundInnen- und -Förderkreis e.V.

Redaktion, 23. März 2006

Podiumsdiskussion am 30. März 2006:

U.a. mit Justizministerin Dr. Beate Merk, Inge Bell, Journalistin für ARD und BR, Gudrun Rihl (amnesty international), Ludwig Egner, (Polizeidirektion Ingolstadt), Donnerstag, 19.30 Uhr , VHS, Hallstraße 5, Ingolstadt

Prostitution ist ein Thema, das verschiedenste Gefühle auslöst. Sie reichen von Faszination bis zu Abscheu, Unverständnis, Angst, Empörung und tiefer Betroffenheit. Männer und Frauen bewerten das Phänomen des käuflichen Sex' oftmals unterschiedlich. In Diskussionen über Prostitution spielen diese Gefühle immer ein Rolle, das gilt sowohl für die politische als auch für die private Ebene. Vorschnelle Urteile helfen jedoch nicht weiter. Mit dieser Ausstellung sollen den BetrachterInnen Informationen an die Hand gegeben werden, die es erleichtern, zu einer eigenen Einschätzung zu gelangen. Prostitution ist ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Dieses Tabu erleichtert eine menschenverachtende Ausbeutung von Frauen im Rahmen der Prostitution, vor allem wenn es sich um ausländische Frauen handelt, die zur Prostitution gezwungen werden.
Die Ausstellung hat das Ziel, die Dimensionen dieses menschenverachtenden Geschäftes zu verdeutlichen, aber auch gesellschaftliche und politische Perspektiven aufzuzeigen. Diese Auswege wären beispielsweise: eine wirksame Bekämpfung des Verbrechens Menschenhandel, Aufklärung und wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsregionen gehandelter Frauen, Verhaltensänderungen der Freier, Ausstiegshilfen und Opferunterstützung für die Frauen und eine gesellschaftliche Diskussion, wie der Ausverkauf der Ware Frau zu beenden wäre.

Weitere Informationen unter: www.frauenrechte.de

Redaktion, 10. März 2006

Pressemitteilung: „Zwangsprostitution ist kein Kavaliersdelikt“

Bei Fachtagung zum Thema Frauenhandel stand Rolle der Männer im Mittelpunkt

AUGSBURG/FREISING. Als einen vollen Erfolg hat Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke den Verlauf der Fachtagung „Männersache Frauenhandel“ am diesjährigen Weltfrauentag (8. März) bewertet. Die breite öffentliche Aufmerksamkeit und die zahlreichen Teilnehmer an der Veranstaltung im Kolpinghaus Augsburg hätten erfreulicherweise deutlich gemacht, dass Menschenhandel und Zwangsprostitution nicht länger gesellschaftliche Tabu-Themen seien. Durch jahrelange Kampagnenarbeit sei es gelungen, das öffentliche Bewusstsein für diese moderne Form des Sklavenhandels zu sensibilisieren, so Haneke.

Bei der Fachtagung war die entscheidende Rolle von Männern bei Prostitution und Menschenhandel von Fachleuten aus Politik und Gesellschaft, Wissenschaft und Justiz diskutiert worden. Dabei hatte sich die bayerische Justizministerin Beate Merk dafür ausgesprochen, „Null Toleranz“ gegenüber skrupellosen Freiern zu üben, welche die Situation von Zwangsprostituierten schamlos ausnutzten. Sie unterstrich die Forderung der bayerischen Staatsregierung, das Strafrecht in diesem Sinne zu verschärfen. „Erst die Nachfrage schafft den Markt für skrupellose Menschenhändler“, so Merk.

Der Strafrechtler Professor Joachim Renzikowski von der Universität Halle sprach sich in diesem Zusammenhang für mehr Opferhilfe aus. Die Kriminalpolitik verkomme zu einem bloßen Alibi, wenn man den Opfern nicht wirklich helfe, betonte Renzikowski. Der Strafrechtler erinnerte an die Europaratskonvention Nummer 197, die ein humanitäres Aufenthaltsrecht für die Opfer von Menschenhandel vorsieht. In Italien etwa wird dieses schon seit 1998 umgesetzt. In Deutschland aber, so Renzikowski weiter, folge der ersten Instrumentalisierung der Opfer durch die Zuhälter und die Freier die zweite durch den Staat: Habe ein Opfer im Strafverfahren seine Schuldigkeit als Zeugin getan, so könne es getrost nach Hause gehen – „und das heißt zurück in das Elend, das es in die Zwangsprostitution getrieben hat“.

Einig waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin, die bisherige Aufklärungs- und Kampagnenarbeit weiter voranzutreiben. Zwangsprostitution und Menschenhandel seien entgegen landläufiger Meinung eben nicht ausschließlich Frauenthemen, sondern hier trügen alle und speziell die Männer Verantwortung, sagte der Hauptgeschäftsführer der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Rosowski. Er plädierte für eine „Aufklärung ohne Moralin“ unter Freiern an den Schnittstellen des Milieus. Freier hätten die Wahl und könnten bei entsprechender Aufklärung und durch Aktionen dazu gebracht werden, sich verantwortungsbewusst zu verhalten. Bereits zum Auftakt der Tagung hatte die Journalistin Inge Bell deutlich gemacht: „Zwangsprostitution ist kein Kavaliersdelikt!“

Zu der Tagung hatten das „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“, das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis, die Münchner Hanns-Seidel-Stiftung und das Kolpingwerk Bayern gemeinsam eingeladen. Dem Aktionsbündnis gehören mittlerweile 20 Organisationen, Verbände und Beratungsstellen aus dem bayerischen Raum - vorwiegend aus dem kirchlichen Bereich - an. Die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Professor Ursula Männle, würdigte dieses breite gesellschaftliche Bündnis. Der Einsatz der darin zusammengeschlossenen Partner habe sich „ausgezahlt“. Es sei so etwas wie ein Netzwerk entstanden. Die Augsburger Fachtagung war bereits die dritte ihrer Art.

Redaktion, 9. März 2006

 

Terminhinweis
8. März 2006: Fachtagung "Männersache Frauenhandel - Freier, Täter, Jedermänner"

Fachtagung des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel in Kooperation mit Renovabis, dem Kolpingwerk Bayern und der Hanns-Seidel-Stiftung
8. März 2006, Kolpinghaus Augsburg, Frauentorstraße 29

Die Rolle, die Männer bei Prostitution und Menschenhandel spielen, wird selten thematisiert. Mit ihrem Handeln schaffen sie aber erst ein Umfeld, in dem Ausbeutung, Gewalt und Entwürdigung gedeihen. Jeder Freier muss sich im Klaren sein, dass er mit seiner Nachfrage nach käuflichem Sex genau den Markt schafft, der sich ohne Skrupel des Menschenhandels bedient. Doch Freier können Verantwortung zeigen, indem sie der Gewalt im Milieu entgegen treten und zum Beispiel bei Verdacht auf Menschenhandel eine Beratungsstelle oder die Polizei informieren.
Männer spielen unterschiedliche, aber entscheidende Rollen im Sexgeschäft: als Freier bestimmen sie den Markt; als Zuhälter oder Sex-Manager organisieren und beherrschen sie das Geschäft; als Polizisten und Juristen beschäftigen sie sich mit den rechtlichen Regelungen.
Bewusstseinsbildung tut Not: Prostitution existiert so lange, wie es nicht gelingt, Frauen- und Männerbilder zu überwinden, die die Kommerzialisierung von Sexualität fördern. Dazu ist eine umfassende Sexualerziehung notwendig, die vor allem auch die Jungen einbezieht. Gerade sie brauchen das Leitbild einer männlichen Sexualität, die von Achtsamkeit und persönlicher Beziehung bestimmt ist. Unter dem provozierenden Titel „Männersache Frauenhandel“ wollen wir mit Fachleuten aus Politik und Gesellschaft, Wissenschaft und Justiz ein brisantes Thema unserer Zeit diskutieren. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Programm-Flyer herunterladen

Redaktion, 6. Februar 2006

12. Januar 2006

Terminhinweis: Gesprächsabend mit Schwester Lea Ackermann im Kardinal-Döpfner-Haus

In Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Freising und Renovabis lädt das Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising zu einer Veranstaltung mit Schwester Lea Ackermann, der Gründerin und Vorsitzenden von SOLWODI (Solidarität mit Frauen in Not) ein. Schwester Lea wird dabei ihr neues Buch "Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen" vorstellen, in dem es um "das große Geschäft mit der Ware Frau geht". Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 26. Januar 2006, um 20.00 Uhr. Weitere Infos finden sich im Programmflyer

Redaktion // 13:58 Uhr

21. November 2005

Terminhinweis: Buchvorstellung mit Lea Ackermann

Am Donnerstag, 24. November 2005, findet um 20.00 Uhr in der Black Box im Münchner Gasteig eine Buchvorstellung mit Sr. Dr. Lea Ackermann, Gründerin und Vorsitzende von SOLWODI (Solidarity with women in distress) statt.
Es geht um folgende Titel:

Das Gespräch mit Lea Ackermann wird moderiert von der Fernseh-Journalistin Inge Bell.

Redaktion // 13:38 Uhr

18. November 2005:

Stopp dem Frauenhandel!
Katholischer Deutscher Frauenbund und Renovabis für mehr Anstrengungen gegen Zwangsprostitution

Augsburg, 18.11.2005 „Stopp dem Frauenhandel“ – unter diesem Motto forderten der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) und Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit Menschen in Mittel- und Osteuropa, heute in Augsburg verstärkte Anstrengungen gegen Zwangsprostitution. Die Veranstaltung stand am Ende eines einwöchigen Begegnungsprogramms, das der KDFB und Renovabis mit der ungarischen Partnerorganisation KNFE vorbereitet hatte. Organisierter Menschenhandel mit Frauen aus Mittel- und Osteuropa ist – so ein Fazit des Erfahrungsaustausches – seit dem Fall des Eisernen Vorhangs zu einem massiven Problem geworden, das sich nach der EU-Osterweiterung weiter verschärft hat. Schätzungen der UN zufolge werden jährlich ca. 500.000 junge Mädchen und Frauen zur Prostitution gezwungen.

Zsuzsa Huszka und Monika Käfer, die Leiterinnen der ungarischen Delegation, resümierten: „Angesichts des Leides der betroffenen Opfer und der menschenverachtenden Praktiken von Frauenhändlern ist dringender Handlungsbedarf geboten.“ Kathi Böhm, Vorsitzende des KDFB Augsburg, will für den Frauenbund hier tätig werden. Wichtige Verbündete sieht sie hier wie dort bei den Verantwortungsträgern in Kirche und Staat. „Vor Ort muss dringend das Bewusstsein für diese Gefahren geschärft werden. Dabei können die europäischen Frauennetzwerke sowie alle Laien und Geistlichen in der Kirche mithelfen,“ so Kathi Böhm.

„Frauenhandel und Zwangsprostitution sind übelste Formen organisierter Kriminalität, über die viel zu wenig gesprochen wird“, so Burkhard Haneke von Renovabis, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel, in dem sich verschiedene Hilfsorganisationen, Verbände und Initiativen – darunter auch der Bayerische Landesverband des KDFB – zusammengeschlossen haben. „Das Thema muss aus der Tabuzone heraus. Auch Freier müssen begreifen, dass sie sich mitschuldig machen, wenn sie wegschauen“, so Haneke weiter, der verschiedene Präventions- und Opferschutzprojekte in Mittel- und Osteuropa beispielhaft vorstellte.

Gezeigt wurde u. a. auch der von Renovabis geförderte Dokumentarfilm „Balkanroute“, den die Fernsehjournalistin Ulrike Baur 2002 für das ZDF/3Sat/Arte gedreht hat. Eindrucksvoll wird hier das Schicksal einer jungen Rumänin geschildert, die mit falschen Versprechungen und dubiosen Arbeitsangeboten in den Westen gelockt und über verschiedene Stationen Südosteuropas bis nach Italien verschleppt, eingesperrt und zur Prostitution genötigt wurde. Der mit mehreren Medienpreisen ausgezeichnete Film ließ für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkennen, dass intensive Aufklärung und Sensibilisierung für vermeintliche Lockangebote, sicherer Opferschutz für Betroffene und nachhaltige rechtliche Bestimmungen zusammenwirken müssen, um den kriminellen Menschenhändlern das Handwerk zu legen.

Zum Aktionsfeld von Renovabis gehört daher auch eine Informationskampagne in Moldavien, die junge Mädchen und Frauen in TV-Spots, Plakaten und Anzeigen vor den falschen Versprechungen von Menschenhändlern warnt. Im rumänischen Temesvar unterstützt Renovabis einen Schutz- und Wohnraum für die Opfer von Zwangsprostitution, die dort auch sozialpsychologisch betreut werden. Ein Rechtsschutzprogramm in Bijelina (Bosnien-Herzogowina) hilft betroffenen Zwangsprostituierten mit juristischer Beratung, Schadensersatzforderungen geltend zu machen und zu einem Leben in Selbstachtung zurückzufinden. Frauen vom Frauenbund des Diözesanverbandes Augsburg und Vertreterinnen des Bayerischen Landesverbandes, die sich im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel engagieren, ergänzten diese Ausführungen mit Beispielen aus ihrer Arbeit.
KDFB-Präsidentin Ingrid Fischbach kündigte heute in Köln an, dass der Katholische Deutsche Frauenbund weiter konsequent gegen das Thema Zwangsprostitution Stellung beziehen werde. Gerade mit Blick auf die anstehende Fußballweltmeisterschaft sei eine Sensibilisierung für das Thema unerlässlich. „Wir wissen, dass zur WM im nächsten Jahr zigtausend Prostituierte angeheuert werden, unter denen sich zweifelsfrei viele Zwangsprostituierte befinden“, erläuterte Fischbach. Den amtierenden Bundesinnenminister Otto Schily habe man ausdrücklich auf die Problematik hingewiesen und um konkrete Gegenmaßnahmen gebeten, so Fischbach. Dieses Anliegen werde auch dem neuen Bundesinnenminister mit Nachdruck unterbreitet werden.

Redaktion // 13:19 Uhr

08. November 2005:

KDFB: Zwangsprostitution während Fußball-WM verhindern

Frauenbund fordert von Innenminister: Menschenhandel Riegel vorschieben

München, 4. 11. 2005. Zunahme von Gewalt und Erpressung gegenüber Frauen, Zwangsprostitution, Menschenhandel. All das könnte nach Ansicht des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) im Umfeld der Fußball-WM im kommenden Jahr zunehmen. Denn es wird damit gerechnet, dass 40.000 Prostituierte nach Deutschland einreisen. Der KDFB fordert den Freistaat auf, dafür zu sorgen, dass während der Fußball-WM Städte, Kommunen und das Organisationskomitee nicht direkt oder indirekt Prostitution fördern.

Der Katholische Deutsche Frauenbund wandte sich heute, Freitag, an den bayerischen Innenminister Beckstein. Bayerns größter Frauenverband (190.000 Mitglieder) möchte erfahren, welche Vorkehrungen der Freistaat trifft, um Menschenhandel und Zwangsprostitution im Umfeld der WM zu verhindern. Der KDFB möchte Auskunft darüber, welche Maßnahmen oder Kampagnen der Freistaat in Vernetzung mit Städten, Kommunen und dem Organisationskomitee der WM plant, damit der Förderung der Prostitution als lukrativem Geschäftszweig mit oft kriminellen und menschenverachtenden Tatbeständen ein Riegel vorgeschoben wird.

„Es ist unerträglich und mit unseren gesellschaftlichen, politischen und christlichen Werten nicht vereinbar, wenn der menschenverachtende Umgang mit Frauen im Rahmen der Fußball-WM nicht nur toleriert, sondern sogar noch unterstützt wird“ so die Landesvorsitzende Waltraud Deckelmann.
Der Katholische Deutsche Frauenbund setzt sich seit mehr als 100 Jahren für benachteiligte Frauen ein, seit längerem auch für jene Frauen, die Opfer von Menschenhandel werden. Deshalb arbeitet der Bayerische Landesverband seit der Gründung bei der „Aktion gegen Frauenhandel“ mit. Seit Jahren gibt es auf allen Ebenen des Verbandes eine enge Zusammenarbeit und Unterstützung des Vereins „SOLWODI – Solidarität mit Frauen in Not“.

Redaktion // 13:00 Uhr

 

 

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